Softwareverteilungssystem m23 rock 10.5 mit Unterstützung für Kubuntu 10.04 LTS

Gastbeitrag von Hauke Goos-Habermann.

Die meisten Administratoren, die viele Rechner zu verwalten haben, werden früher oder später nach einer Software suchen, die ihnen die Arbeit erleichtert. Denn: Nichts ist langweiliger und fehleranfälliger, als dieselbe Aufgabe auf X Rechnern durchzuführen. Da heutzutage alle Computer der Firma, Universität usw. über Netzwerke verbunden sind, ist es naheliegend, das vorhandene Netzwerk auch für die Administration zu verwenden. Hierbei erleichtern Softwareverteilungssysteme die Durchführung von wiederkehrenden Aufgaben. Sie vereinfachen die Installation von Betriebssystemen, Anwendungen und Aktualisierungen, indem die Administration von einer zentralen Stelle aus erfolgt und der Administrator sich somit viele Wege zu den Rechnern ersparen kann. Moderne Softwareverteilungssysteme bringen zudem eine Vielzahl von weiteren Komponenten mit, die die Administration weiter vereinfachen.

Das OpenSource Softwareverteilungssystem m23 installiert und administriert in der gerade erschienenen Version m23 rock 10.5 nun auch Kubuntu-Clients. Unterstützt wird die (drei Jahre durch Ubuntu gepflegte) LTS-Variante von Kubuntu in Version 10.04. Zudem stehen Ubuntu und Xubuntu (ebenfalls in den LTS-Versionen), Linux Mint 9 in der KDE-Version sowie Debian als m23-Installations-Distribution zur Verfügung.

Gesteuert wird m23 mit einem Webbrowser. Die Installation eines neuen m23-Clients geschieht - unabhängig von der Distribution - in nur drei Schritten. Die Integration von bestehenden Rechnern (mit Debian-basierenden Distributionen) ist zudem möglich, um diese durch m23 administrierbar zu machen. Dies bedeutet unter anderem, dass auf diesen Software installiert, deinstalliert und aktualisiert werden kann. Die m23-Werkzeuge zur Gruppenverwaltung und Masseninstallation vereinfachen die Administration von vielen Rechnern, indem wiederkehrende Aufgaben gleich auf mehreren Rechnern ausgeführt werden können. Das integrierte Client- und Serverbackup schützt durch regelmäßiges Sichern vor Datenverlusten.

Neben "realer Hardware" beherrscht m23 auch den Umgang mit virtuellen m23-Clients. Mittels der integrierten Virtualisierung können auf den m23-Clients und dem m23-Server weitere virtuelle m23-Clients angelegt und über m23 verwaltet werden. Fortgeschrittene Administratoren und Entwickler können die Funktionalität im Skripteditor der m23-Weboberfläche erweitern. Auch ist das Erstellen von Softwarepaketen zur Installation auf den Clients direkt aus der Oberfläche heraus möglich.

Um die Unterstützung für die neuen Distributionen zu erreichen, mussten viele Teile des m23-Quelltextes geändert werden. Diese wurden zwar ausgiebig getestet, was aber nicht bedeutet, dass nun auch alles auf jedem System tadellos funktioniert. Daher bittet das m23-Projekt um Mithilfe, indem man Fehler und Ungereimtheiten direkt im Forum auf der m23-Seite meldet.

Die neue m23-Version ist als Update über die m23-Oberfläche oder via APT (beschrieben im Installationsleitfaden) und als ISO zum Brennen der m23-Serverinstallations-CD oder als vorinstallierte virtuelle Maschine (beides in der Downloadsektion zu finden) erhältlich. Neben den Downloadmöglichkeiten gibt es auf der m23-Projektseite (m23.sourceforge.net) auch ein Forum zum Melden von Fehlern oder zum Stellen von Fragen sowie den m23-Newsletter, Handbücher, Quelltexte, Videos, Screenshots und vieles mehr.

Diese Nachricht kann im kubuntu-de.org-Forum diskutiert werden.