Nachlese: Kubuntu auf der FrOSCon 2007

Am Samstag morgen öffnete die zweite Ausgabe der FrOSCon, eine Konferenz der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in St. August bei Bonn, ihre Pforten. Selbstverständlich durfte nach den vorangegangenen erfolgreichen Messeauftritten auch ein Stand von kubuntu-de.org nicht fehlen. Pünktlich am frühen Morgen versammelten sich die ersten von uns um den Stand aufzubauen.

Erfreulicherweise befanden wir uns direkt neben KDE und Amarok, so dass wir die Höhepunkte der Qt Szene gemeinsam präsentieren konnten. Als einzigen Gast in "unserem Sektor" des Veranstaltungsgebäudes durften wir das musikalische Projekt Jad begrüßen, so dass unsere Präsentation, von der ein oder anderen Rückkoppelung abgesehen, auch noch die richtige Atmosphäre bekam.

Die Umgebung der FrOSCon ist offensichtlich eine Gegend, in denen überdurchschnittlich viel freie Software genutzt wird. Gleich zwei Standbetreuer kamen aus der unmittelbaren Umgebung und konnten daher auch einen guten Draht zu den Organisatoren entwickeln. An dieser Stelle danken wir datten alias Thomas Erdmann und motti, auch bekannt als Sven Herfs, für ihren Einsatz vor Ort auch schon vor der Veranstaltung.

Die von Canonical gesponsorten Werbeposter sind nach dem Linux Tag in Berlin auf die Reise zur Akademy nach Schottland gegangen. Wir konnten wohl unsere Sorge darum kaum verbergen, dass wir völlig ohne unser gewohntes Blau an einem Holztisch sitzen mussten. Schliesslich haben uns die Materialien gemeinsam mit ausreichend CD Material der neusten Kubuntu-Release-Version "Feisty Fawn" erreicht. Zusammen mit den auch schon bei uns vorhandenen Materialien konnten wir nicht nur beim Design in die Vollen greifen, sondern auch mit vielen weitergegebenen CDs (garniert mit unserer Visitenkarte) auf Kubuntu, Kubuntu-de.org und KDE aufmerksam machen.

Aus Sicht eines Standbetreuers kann man mit absoluter Sicherheit behaupten, dass unser Stand zu den schönsten gehört hat. Das mag natürlich auch an den zahlreichen schicken KDE Fan Artikeln auf dem Nachbartisch und der beeindruckenden Präsentation von Amarok 2 durch dessen Entwicklerteam, dabei auch unser Harald Sitter alias apachelogger, gelegen haben. Einige von euch haben sicher die Gelegenheit wahrgenommen unseren Stand über die schon traditionelle Webcam zu beobachten. Wir konnten diesmal davon profitieren, dass uns gegenüber der Sidux Stand zu finden war, an dem unsere Webcam aufgebaut werden konnte. Wir haben uns natürlich nicht Lumpen lassen und ihre Kamera bei uns aufgebaut.

Wir haben uns trotz aller Spezialisierung auf Kubuntu dazu entschieden auch Ubuntu CDs an die Massen weiter zu reichen, denn am Ende stammen wir ja doch aus dem selben Haus. Und gerade diese Tatsache hat zu vielen Interessanten Diskussionen und Gesprächen geführt. So waren nicht nur die üblichen kleinen "Streitigkeiten" welcher Desktop denn nun besser sei, zu hören, sondern auch Neulinge wurden dadurch zu Fragen animiert. Gerade Kontroversen innerhalb der Linux Gemeinde konnten als Gesprächsgrundlage genutzt werden, um vielen Interessierten den Geist der freien Software und den Vorteil von Diskussion und Vielfalt in der Entwicklung näher zu bringen. Es kann mit Gewissheit behauptet werden, dass der ein oder andere neue *ubuntu Nutzer gewonnen werden konnte.

Weil die Entwickler von KDE mit zahlreichen interessanten Vorträgen betraut waren, u.a. hat sebas (Sebastian Kügler) einen Einblick in die Entwicklung der neuen KDE Version gegeben, und deshalb nur bedingt ständige Betreuer am Stand der Desktopumgebung sein konnte, mussten Amarok und wir uns die Arbeit ein wenig teilen. Da Amarok schon ein tolles neues Projekt vorstellen dufte, haben wir die Aufgabe übernommen ein KDE4 zu präsentieren, welches die Vorfreude bei vielen Besuchern unseres Standes noch sichtlich steigern konnte. Der Newthinking Store aus Köln hatte uns als Sponsor für die Dauer der Veranstaltung einen Mini PC zur Verfügung gestellt. Dadurch hatten wir genug Recherkapazität um Vorgängerversion und den geplanten Nachfolger gleichzeitig den Besuchern zum Anschauen und Ausprobieren zur Verfügung zu stellen. Wir bedanken uns für die Unterstützung bei Thomas Braun.

Erst der Geruch nach Würstchen und Kölsch, der das Social Event unter dem Motto "Kölsch 0,2, Web 2.0", am Samstag Abend einleitete lies das Interesse langsam erlahmen. Auch wir mussten einsehen, dass wir bei Hüpfburg, Grill und Bierzelt im Innenhof viel besser aufgehoben waren. Das Wolfsgeheul der Amarok Crew lockte uns dann auch tatsächlich endlich nach draußen zu einer sehr gelungenen Open Air Party, die im Hinblick auf den nächsten Tag viel zu spät ein Ende gefunden hat.

Der folgende Sonntag fing daher auch viel zu zeitig an und es stand zu befürchten, dass eine lahme und verkaterte Gemeinschaft von KDE Nutzern eine schlechte Vorstellung abliefern würde. Die Rettung nahte dann allerdings dankenswerterweise schon in Form eines ausgiebigen Frühstücksbuffets, das uns die nötige Energie gab der noch mal gesteigerten Zahl von neugierigen Fragen zu begegnen. Insgesamt lief daher auch der zweite Tag wie am Schnürchen, nicht zuletzt dank einiger anregender "Club Mate". Man muss den Organisatoren und Helfern der FrOSCon für diese familiäre und dennoch interessante Veranstaltung ein großes Kompliment machen.

Kubuntu kommt sicherlich auch im nächsten Jahr wieder.